MC Tonabnehmer IO II

Besonderes Augenmerk auf die Steifigkeit und strukturelle Integrität des Gehäuses für bestmöglichen Klangqualität

Details:
Das Moving-Coil-Prinzip wurde als Grundlage für die Entwicklung der Tonabnehmer der IO-Serie gewählt, da es im Vergleich zu anderen Systemen eine höhere Linearität der elektrischen Ausgangsleistung aus den mechanischen Bewegungen der Nadel bietet. Wir untersuchten Moving-Iron-, Moving-Magnet-, Dehnungsmessstreifen-, Elektret- und elektrostatische Generatoren und gingen sogar den ungewöhnlichen Schritt, einen Toshiba-Tonabnehmer zu erwerben, der Leuchtdioden zur Signalgenerierung aus der Rille nutzte. Letztendlich kamen wir jedoch zu dem Schluss, dass die von P. G. A. H. Voigt beschriebene Qualität des Moving-Coil-Systems die besten Gesamtergebnisse liefern würde.
Mechanische Konstruktion
Um die präzise Wiedergabe der auf der Schallplatte gespeicherten Informationen zu gewährleisten, ist es unerlässlich, dass die mechanische Bewegung der Nadel exakt in ein elektrisches Signal umgewandelt wird. Jegliche Störanregungen, die durch Vibrationen im Tonabnehmergehäuse entstehen, müssen eliminiert werden.
Bei der Entwicklung der Audio Note (UK) Tonabnehmer wurde daher besonderes Augenmerk auf die Steifigkeit und strukturelle Integrität des Gehäuses gelegt. Zudem wurde sichergestellt, dass die gewählte mechanische Konstruktion ein absolutes Minimum an Resonanzenergie speichert, welche das vom abgespielten Schallplattensignal abgegriffene Signal beeinträchtigen würde.
Die mechanische Integrität des Tonabnehmergehäuses wurde bisher nicht ausreichend berücksichtigt. Infolgedessen leiden alle anderen Tonabnehmer stark unter Klangverfärbungen, die durch interne Resonanzen und/oder im Gehäuse gespeicherte Energie verursacht werden.
Um die für die IO-Tonabnehmer erforderliche außergewöhnliche mechanische Integrität zu erreichen, wurden alle Aspekte der Gehäusekonstruktion überarbeitet, um stehende Wellen zu minimieren und jegliche resonierende Lufteinschlüsse im Inneren zu eliminieren.
Die Vorteile einer optimalen mechanischen Konstruktion wären verloren, wenn die gesamte Einheit nicht fest im Tonarm montiert werden könnte. Daher wurde eine möglichst große Montagefläche geschaffen und bis zu sechs (6!) Schrauben zur Befestigung des Tonabnehmers am Headshell vorgesehen.
Magnetkreis
Nach der Perfektionierung der mechanischen Montage wurde dem Magnetkreis besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Zahlreiche Tests mit verschiedenen Materialien und Konfigurationen ergaben, dass unterschiedliche Magnetmaterialien einen subtilen Einfluss auf die wahrgenommene Klangqualität haben.
Weitere umfangreiche Forschungen ergaben, dass der optimale Magnetkreis elektromagnetisch erzeugt wird. Dies erfordert jedoch ein separates Gleichstromnetzteil und ist sehr kostspielig. Genau dieses System haben wir in unserem Flaggschiff-Moving-Coil-Tonabnehmer – dem IO Limited – implementiert, der eine unvergleichliche Performance bietet. Für den IO I und IO II wählten wir das nächstbeste Magnetmaterial, AlNiCo, und für den IO Gold AlNiCo und Permadure.
Drahtmaterial
Aufgrund der niedrigen Impedanz und der sehr geringen Ausgangsleistung des IO II ist es unerlässlich, dass die Anzahl der elektrischen Verbindungen entlang des Drahtes minimal ist und dass der Draht selbst von höchstmöglicher Qualität ist. Wenig überraschend wählten wir unseren speziell angefertigten Audio Note (UK) Silberdraht mit 99,99 % Reinheit. Der Spulendraht reicht bis zu den Ausgangsklemmen, wodurch unnötige Verbindungen vermieden werden.
Nadelträger, Material und Design
Die Qualität eines Tonabnehmers hängt maßgeblich vom Design und der Konstruktion des Nadelträgers ab. Zahlreiche Materialien wurden untersucht: Bor, Beryllium, Saphir, Diamant und Titan. Alle außer Titan wurden aufgrund von Mängeln in einem oder mehreren Bereichen in der Endanalyse ausgeschlossen.
Für die präzise Übertragung der Nadelbewegung auf die Spule ist eine maximale Steifigkeit des Nadelträgers und der Abtastnadel unerlässlich, ohne unerwünschte Vibrationen durch Biegung oder Verwindung zu verursachen.
Das optimale Material für den Nadelträger erwies sich als ein extra dickwandiges, leicht konisches Titanrohr. Die Konizität ist sowohl außen als auch innen ausgeprägt, da dies die mit Abstand größte Steifigkeit gewährleistet.
Ein weiterer Vorteil dieses Materials war die Möglichkeit, einen längeren Nadelträger zu verwenden, wodurch dessen Auslenkung deutlich reduziert wurde. Dies hat drei wesentliche Vorteile:
1) Der Abtaststift kann komplexe, stark modulierte Rillen leichter abtasten.
2) Die daraus resultierende geringere Spulenbewegung reduziert die Nichtlinearität des Magnetfelds, sodass sich das Feld weniger stark „biegt“.
3) Die Dämpfung kann reduziert werden, da die Abtaststiftbewegung leichter zu kontrollieren ist.
Dämpfung
Wie bereits erwähnt, ist die Dämpfung des Nadelträgers extrem wichtig. Ist sie zu hoch, klingt der Tonabnehmer dumpf, da ein Großteil der kritischen Energie der Schallplatte im Dämpfer absorbiert wird, anstatt die Spulen zu erreichen. Dadurch wird die Effizienz der Energieübertragung von der Schallplatte (als Schwingungsenergie) zum Tonabnehmer (als elektrische Energie) verringert.
Umgekehrt macht eine zu geringe Dämpfung den Nadelträger anfällig für Fehlfunktionen.
Technische Spezifikationen:
Output: 0,04mV / 5cm / sec.
Innerer Widerstand: 1 Ohm
Abschlusswiderstand: 3-4 Ohm
Frequenzgang: 10 - 50KHz +/-2dB (dynamischer test)
Gewicht: 18 g
Kanaltrennung: Horizontal 1 - 10um/nM - Vertikal 5 10 um/nM
Auflagegewicht 2–3 g (2,5 g optimal)
Nadelträger: Titan
Nadeltype: AN Type 1 Diamant
Hinweis: Aufgrund des laufenden Forschungs- und Entwicklungsprogramms von Audio Note (UK) können sich die Spezifikationen ohne vorherige Ankündigung ändern.
