Vier hochwertige MC (Moving Coil) Tonabnehmer stehen Ihnen hier zur Auswahl.
Analoge Wiedergabe für wahre Musikliebhaber
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Bevor Sie unten auf das gewünschte Produkt klicken, empfehle ich Ihnen dringend, nach unten zu scrollen und den folgenden Artikel über die Entwicklungsgeschichte der Audio Note MC-Cartridges zu lesen.
Bereits 1978 stellte Herr Kondo von der japanischen Firma Audio Note sein Io-Tonabnehmersystem vor. Die revolutionäre Konstruktion widersprach damals wie heute den meisten gängigen Designkriterien. Das Ergebnis ist eine kleine Auswahl an Moving-Coil-Tonabnehmern, die in puncto Dynamikumfang, Klangbalance, Kanaltrennung, Klangfarbenwiedergabe sowie Neutralität und Rauscharmut unübertroffen sind.
Die Tonabnehmerkonstruktionen eignen sich nicht für die Massenproduktion und sind daher nicht günstig. Sie benötigen einen sehr steifen Tonarm und müssen mit einem passenden Übertrager kombiniert werden, um optimale Linearität und dynamische Signalübertragung zu gewährleisten. Ohne diesen erscheint der Besitz von Tonabnehmern dieser Qualität sinnlos.
All dies macht die Tonabnehmer in der Anschaffung und korrekten Verwendung relativ kostspielig. Die Ergebnisse sind jedoch so herausragend und die Klangqualität so exzellent, dass Audio Note nie Probleme beim Verkauf hatte. Generell waren sie sehr selten und schwer zu finden. Eine jährliche Produktionsmenge von nur etwa 40–50 Stück spricht für sich. Dies hat sich nun geändert. Im Juli 1990 wurde die Lizenz zur Herstellung der Tonabnehmer an The Audio Note Co. (UK) Ltd. übertragen. Nach erheblichen Investitionen in Werkzeuge für Nadelträger und Gehäuse sowie in Messgeräte waren die ersten in Großbritannien gefertigten Tonabnehmer im April 1991 fertig.
Designphilosophie
Die folgenden Abschnitte beschreiben die charakteristischen Designmerkmale des IoIIIv, gelten aber auch für den IoIv und den IoLtd.
Die grundlegenden Designkriterien lassen sich wie folgt beschreiben:
- Generatorprinzip
- Mechanische Stabilität des Gehäuses
- Magnetkreis und Magnetwahl
- Drahtmaterial und -qualität
- Material, Form und Länge des Nadelträgers
- Dämpfung
- Nadelwahl
- Testverfahren
Generatorprinzip
Als Grundlage für die Konstruktion wurde das dynamische Spulenprinzip gewählt, da es eine höhere Linearität der elektrischen Ausgangsleistung aus den mechanischen Bewegungen der Nadel bietet.
Mechanische Konstruktion
Um die präzise Wiedergabe der auf der Schallplatte gespeicherten Informationen zu gewährleisten, ist es unerlässlich, dass die mechanische Bewegung der Nadel exakt in ein elektrisches Signal umgewandelt wird. Jegliche Störanregungen, die durch Vibrationen im Tonabnehmergehäuse entstehen, müssen eliminiert werden.
Daher wurde bei der Entwicklung der Audio Note-Tonabnehmer besonderes Augenmerk auf die Steifigkeit und Stabilität des Gehäuses gelegt. Zudem wurde sichergestellt, dass die gewählte mechanische Konstruktion ein absolutes Minimum an Resonanzenergie speichert, welche das vom Tonabnehmer abgeleitete Signal beeinträchtigen würde.
Um diese hohe mechanische Integrität zu erreichen, wurden alle Aspekte der Gehäusekonstruktion berücksichtigt, um stehende Wellen zu minimieren und jegliche Resonanzen in der Luft innerhalb des Tonabnehmers zu vermeiden.
Die mechanische Integrität des Tonabnehmergehäuses ist ein Aspekt der Tonabnehmerkonstruktion, der bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Infolgedessen leiden alle anderen Tonabnehmer stark unter Klangverfärbungen, die durch in ihren Gehäusen gespeicherte Energie verursacht werden.
Die Vorteile einer präzisen mechanischen Montage gingen verloren, wenn die gesamte Einheit nicht fest mit dem Headshell verbunden werden könnte. Daher wurde eine möglichst große Montagefläche geschaffen und bis zu sechs (6!) Schrauben zur Befestigung des Tonabnehmers am Headshell vorgesehen.
Magnetkreis.
Nachdem die mechanische Montage optimiert war, wurde dem Magnetkreis besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Zahlreiche Tests von Herrn Kondo ergaben, dass verschiedene magnetische Materialien die wahrgenommene Klangqualität mehr oder weniger stark beeinflussen.
Nach weiteren umfangreichen Forschungen erwies sich ein elektromagnetisch erzeugter Magnetkreis als optimal. Dieser benötigt jedoch ein separates Gleichstromnetzteil und ist in der Herstellung sehr kostspielig. Daher eignet er sich nur für einen Tonabnehmer mit absoluter Höchstleistung, den IoLtd. Klanglich stand der hochwertigste ALNICO-Magnet direkt hinter dem Elektromagneten.
Um einen besonders leistungsstarken Magnetkreis zu entwickeln, kombinierte Herr Kondo zwei dieser Magnete mit einem präzisionsgefertigten, zweiteiligen Joch aus Reineisen, das anschließend vergoldet wurde, um Korrosion zu verhindern.
Diese Konstruktion gewährleistet ein präzise fokussiertes Feld mit einer Feldstärke von über 2.500 Gauß – mit Abstand das stärkste aller verfügbaren Tonabnehmer.
Dank der extrem hohen Feldstärke konnte Herr Kondo die Windungszahl der Spulen deutlich reduzieren, was sowohl Verzerrungen minimiert als auch die Empfindlichkeit verbessert. Zusätzlich wurde ein spezielles Kernmaterial aus ultradünnem, amorphem Magnetmaterial entwickelt, um eine höhere Ausgangsleistung ohne die bei anderen Tonabnehmern häufig auftretenden Sättigungsprobleme zu gewährleisten. Die Spulenanordnung ist mit sehr dünnem Kupfer abgeschirmt, um Störgeräusche und Vibrationen zu minimieren und so eine optimale elektrische Ausgangsleistung zu erzielen.
Drahtmaterial
Aufgrund der niedrigen Impedanz und der sehr geringen Ausgangsleistung von Moving-Coil-Tonabnehmern, insbesondere bei dieser Bauart, ist es unerlässlich, die Anzahl der elektrischen Verbindungen entlang des Drahtes zu minimieren und einen Draht von höchstmöglicher Qualität zu verwenden. Daher wählte Herr Kondo, wie auch bei seinen Kabeln, Transformatoren usw., einen 99,99 % reinen Silberdraht. Der Spulendraht reicht bis zu den Ausgangsklemmen, wo er angeschlossen ist, um unnötige Verbindungen zu vermeiden.
Nadelträgermaterial & -konstruktion
Die Qualität eines Tonabnehmers hängt maßgeblich von der Konstruktion des Nadelträgers ab. Zahlreiche Materialien wurden untersucht: Bor, Beryllium, Saphir, Diamant und Titan. Alle außer Titan wurden aufgrund von Mängeln in einem oder mehreren Bereichen in der Endauswahl verworfen. Der Nadelträger im Abtastsystem muss so steif wie möglich sein, um die Abtastbewegung präzise auf die Spule zu übertragen und unerwünschte Vibrationen durch Biegung oder Verwindung zu vermeiden.
Das optimale Material erwies sich als ein extra dickwandiges, konisches Titanrohr, dessen Verjüngung sowohl außen als auch innen liegt. Dies gewährleistet die mit Abstand größte Steifigkeit, obwohl Bor zwar theoretische Vorteile bietet, diese aber aufgrund der aktuellen Fertigungstechniken in der Praxis nicht realisierbar sind.
Es zeigte sich weiterhin, dass die höhere Steifigkeit dieses Titan-Nadelträgers die Verwendung eines längeren Nadelträgers ermöglichte. Dadurch werden die Nadelträgerauslenkungen bei stark modulierten Schallplatten deutlich reduziert, was drei Vorteile bietet:
- Die Abtastnadel kann komplexe, stark modulierte Rillen leichter abtasten.
- Die daraus resultierende geringere Spulenbewegung reduziert die Unlinearitäten im Magnetfeld, wodurch sich das Feld weniger stark „biegt“.
- Die Dämpfung kann reduziert werden, da die Nadelbewegung leichter zu kontrollieren ist.
All diese Punkte tragen dazu bei, Verzerrungen und Unlinearitäten zu reduzieren, die durch das Tonabnehmersystem während der Wiedergabe entstehen.
Dämpfung
Wie bereits erwähnt, ist die Dämpfung des Nadelträgers von entscheidender Bedeutung. Zu viel Dämpfung führt zu einem dumpfen Klang, da ein Großteil der kritischen Energie der Schallplatte im Dämpfer absorbiert wird, anstatt die Spulen zu erreichen. Dadurch wird die Effizienz der Umwandlung von Schwingungsenergie der Schallplatte in elektrische Energie im Tonabnehmer reduziert. Umgekehrt führt zu wenig Dämpfung dazu, dass der Nadelträger unkontrollierte Auslenkungen ausführt, was unerwünschte Verzerrungen und eine schlechte Abtastung zur Folge hat.
Umfangreiche Experimente führten zu einem präzisen Butylkautschukdämpfer, der einen breiten Betriebstemperaturbereich und minimale Hystereseeffekte bietet. Die Spannung des Dämpfers ist zudem einstellbar und ermöglicht so eine sehr genaue Justierung der individuellen Aufhängung jedes Tonabnehmers.
Nadelwahl.
Abschließend wird die Montage mit einer Volldiamantnadel, unserem Audio Note (UK) Typ 2 Diamanten, vervollständigt. Die wichtigsten Vorteile dieser Konstruktion werden in einem separaten Absatz beschrieben, lassen sich aber kurz wie folgt zusammenfassen: bessere Abtastung hoher Frequenzen, geringeres Oberflächenrauschen, geringerer Plattenverschleiß, längere Nadellebensdauer, geringere Nadelmasse und niedrigere Auflagekraft.
Der Abtaststift wird zunächst durch den Nadelträger fixiert und anschließend mit einem Einkomponenten-Epoxidharz verklebt, das etwa drei Stunden aushärten muss.
Testverfahren
Nach der Montage wird jedes Tonabnehmersystem einer Reihe von Tests unterzogen. Einer dieser Tests beinhaltet einen schnellen dynamischen Frequenzdurchlauf mit hoher Amplitude. Dieses Verfahren deckt eventuelle Mängel des Tonabnehmers auf. Für dieses exklusive Verfahren von Audio Note wurden spezielle Testgeräte und Testschallplatten entwickelt.
IoLtd benötigt einen Tonarm mit zwei zusätzlichen Drähten (insgesamt sechs Drähte) für die Gleichstromversorgung des Magnetfelds. Gegebenenfalls muss der Tonarm neu geerdet werden, um Brummgeräusche zu vermeiden.
Aufgrund der extrem geringen Ausgangsleistung empfehlen wir die Verwendung von aktiven Moving-Coil-Vorverstärkern für die IO-Tonabnehmer nicht. Aktive MC-Vorstufen bieten nicht die Linearität und das Rauschverhalten, die für optimale Leistung der IO-Tonabnehmer erforderlich sind. Daher empfehlen wir stets einen korrekt dimensionierten Aufwärtstransformator (SUT) in Kombination mit einer MM-RIAA-Vorstufe.
Wir bieten eine breite Palette an Step Up Transformatoren (SUT) in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen an. Die „L“-Versionen sind die einzigen geeigneten SUTs für diese Tonabnehmer, da ihre Eingangsimpedanzen speziell auf die interne Impedanz der IO-Modelle abgestimmt sind.
Wir bieten eine breite Palette an Step Up Transformatoren in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen an.






